Klavier lernen - mit 88 Tasten eine neue Welt entdecken!

Klavier lernen - mit 88 Tasten eine neue Welt entdecken!

Das Klavier zu erlernen kann der Beginn einer lebenslangen Entdeckungsreise sein. Hier erfährst du, wie du richtig planst und übst, Etappenziele mit deinen Lieblingsstücken erreichst und die Freude, Neues kennenzulernen behältst.
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Das solltest du planen, um effektiv Klavier zu lernen

  • Was ist dein Ziel?
    Es muss nicht gleich der Mount Everest sein: Die wenigsten Menschen beginnen ihre Klavier-Reise mit dem Ziel, umjubelte Virtuosen zu werden. Häufiger werden Gründe genannt wie “ein schönes Hobby erlernen”, “es entspannt mich, ich kann abschalten”, “es verbessert meine Konzentrationsfähigkeit" und "es macht Spaß”.
  • Womit willst du spielen?
    Gute Ausrüstung zahlt sich aus: Ein Klavier ist – egal ob akustisch oder digital – eine größere Anschaffung, die gut überlegt sein will. Faktoren wie Platz, Gewicht, Transport und Aufwand (Stimmen lassen, Pflege, Kopfhörer) bestimmen die Auswahl mit. Wichtig sind gerade für Anfänger gewichtete Tasten, die sich nach Klavier anfühlen. Sehr gut sind aber gebrauchte Klaviere zu verwenden.
  • Wie tickst du?
    Wer Abenteuerreisen liebt, wird auf der geführten Gartenrundreise unglücklich sein - und auch beim Klavier lernen gibt es unterschiedliche Herangehensweisen: Lernst du am liebsten allein, oder motiviert es dich, wöchentlich von einem Lehrer Aufgaben zu erhalten? Ist dir der Lernfortschritt wichtiger als die Stückauswahl oder verlierst du die Motivation, wenn dir immer nur klassische Musik serviert wird?
  • Wo startest du?
    Alle Klavier-Anfänger sind gleich? Stimmt nicht. Je nachdem, wie viel musikalische Erfahrung du bereits mitbringst, hast du einen anderen Ausgangspunkt als andere. Kannst du bereits Noten lesen? Oder kennst du bereits die Noten für das Klavier? Spielst du gar ein anderes Instrument? Dann bist du kein völliger Anfänger mehr!

Die 3 wichtigsten “Magic Moments” beim Klavier lernen

  • Musiknote
    Du kannst dein erstes Stück mit beiden Händen spielen
    Dieses unglaubliche Gefühl, wenn die Finger beider Hände über die Tasten gleiten und du fehlerlos ans Ziel kommst. Das ist ein echter Magic Moment beim Klavier lernen - speziell nachdem du vorher intensiv dafür geübt hast.
  • Musiknote
    Du spielst dein erstes Stück auswendig
    Deine Finger finden wie von selbst die richtigen Tasten und betonen genau die richtigen Stellen! Du musst nicht mehr ständig nachdenken, welche Töne wann kommen, sondern kannst dich auf den Ausdruck und auf deine Freude beim Spielen konzentrieren – und das ganz ohne Noten!
  • Musiknote
    Du spielst das erste Mal vor Publikum
    Ja, du hast geübt, aber trotzdem bist du vermutlich aufgeregt, wenn du das erste Mal vor Zuhörern spielst. Selbst, wenn es nur die Familie oder Freunde sind. Schultern senken, tief einatmen, und einfach loslegen und in die eigenen Fähigkeiten vertrauen. Dann klappt es bestimmt! Und der Applaus entschädigt für die anfängliche Nervosität.

Vermeide diese drei Anfängerfehler beim Klavier lernen!

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    Unregelmäßig üben

    • Jeder Wanderer weiß: Mit gleichmäßigem Tempo erreicht man den Gipfel eher als wenn man abwechselnd rastet und hetzt. Genauso ist es beim Klavier lernen: Es ist effektiver, dreimal in der Woche eine halbe Stunde zu üben als nur am Tag vor der Klavierstunde drei Stunden am Stück!
  2. 2

    Ungenau üben

    • Allein das Sitzen vor dem Klavier bringt dich nicht ans Ziel. Auch das Herunterleiern der Stücke verbessert dein Spiel nicht. Du musst dich ernsthaft auf den Weg machen - beginne mit der schwierigsten Stelle. Übe sie, bis du sie beherrscht. Nimm ein Metronom zur Hilfe, um rhythmisch exakt zu üben. Und vergiss Fingerübungen nicht.
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    Zu viel wollen

    • Vielleicht hast du ein Vorbild, oder du willst ein bestimmtes Stück so schnell wie möglich beherrschen. Das ist gut - außer, es deprimiert und demotiviert dich, dass du noch nicht soweit bist. Dann hilft es, die innere Einstellung zu überdenken und als Gipfelstürmer vorerst nicht auf Achttausendern zu beharren. Lerne auch niedrigere (Etappen)ziele zu genießen!

Klavier lernen tut dir gut!

  • Alles, was man sitzend ausübt, ist ungesund? Stimmt nicht! Klavier zu lernen ist sogar ausgesprochen gesund für den Menschen!
  • Körperlich - du trainierst beim Üben deine Motorik und Sensorik, deine Körperwahrnehmung und dein Gedächtnis
  • Dein Gehirn: Es wird auf vielen Ebenen stimuliert und trainiert - Koordination zwischen linker und rechter Gehirnhälfte, Austausch zwischen Groß- und Kleinhirn beim “Automatisieren” von Bewegungsabläufen, weiters regulierende Wirkung auf das Angst- und Erregungszentrum (Stichwort: Stressabbau)
  • Positiv für die psychische Gesundheit: Im Gegensatz zu anderen Instrumenten kannst du auf dem Klavier so gut wie jeden Musikstil verwirklichen, der dir gefällt, und sogar dazu singen - was entspannend wirkt.

Häufige Fragen

  • Wann ist der beste Zeitpunkt, um mit dem Klavier lernen zu beginnen?
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    Der beste Zeitpunkt ist dann, wenn du richtig Lust darauf hast! Die Ansicht, dass man bereits als Kind anfangen muss, ist längst überholt. Wichtig ist allerdings, dass du dir regelmäßig Zeit zum Üben nimmst - also beginne vielleicht nicht direkt vor einer Reise, auf der du keinen Zugriff auf ein Klavier hast. Übrigens hat es auch seine Vorteile, als Erwachsener mit dem Klavierspiel zu beginnen: Der Musikgeschmack ist schon ausgeprägt und man hat bereits gelernt zu lernen.
  • Kann ich ohne Lehrer Klavier lernen?
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    Bis zu einem gewissen Grad ist das möglich, ja. Besonders, wenn du bereits Kenntnisse auf einem anderen Instrument hast. Aber oft dient gerade das Klavier als “Einstieg” in die Welt der Musik - und, ganz ehrlich, dieser Einstieg ist leichter mit einem Lehrer. Ob du klassisch einmal in der Woche eine Stunde lang Klavierunterricht nimmst, die derzeit boomenden Onlinekurse nutzt oder ob du dich gelegentlich coachen lässt, ist wiederum eine Frage von Zeit, Geschmack und Kosten.
  • Wie lange dauert es, bis ich Klavier spielen gelernt habe?
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    Das hängt auch davon ab, wie du “Klavier spielen lernen” definierst. Jeder, selbst der weltbeste Virtuose, kann noch an seiner Interpretation feilen, seine Intonation noch weicher klingen lassen. Du kannst aber davon ausgehen, dass du nach etwa einem Jahr so stabil Klavier spielst, dass manches plötzlich wie von selbst klappt und du eine ganze Reihe (nicht zu schwieriger) Lieblingsstücke darbieten kannst.
  • Ist Klavier ein Instrument, das schwer zu lernen ist?
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    Im Vergleich zu anderen Instrumenten ist Klavier in mancherlei Hinsicht leichter zu erlernen: Erstens sind die Tasten “logisch” angeordnet. Du kannst dir Akkorde selbst zusammensuchen und brauchst dazu keine Grifftabellen. Zweitens musst du das Klavier nicht vor jedem Einsatz stimmen. Gitarristen beneiden dich darum! Drittens, lassen sich sowohl sehr hohe als auch sehr tiefe Töne gleich einfach spielen wie die Töne in den mittleren Oktaven - das wünscht sich jeder Geiger, der sich mit hohen Lagen plagt. Viertens ist der Ton auch ganz einfach durch Anschlagen der Taste zu erzeugen. Wer schon einmal probiert hat, einer Trompete eine Tonleiter zu entlocken, schätzt das umso mehr!