Klavier spielen – in jedem Alter die richtige Entscheidung!

Klavier spielen – in jedem Alter die richtige Entscheidung!

Ob du in jungen Jahren oder als Erwachsener mit dem Klavierspiel beginnst - es zahlt sich jedenfalls aus. Gerade das Klavier eignet sich ideal, um in jedem Alter mit einem Instrument zu beginnen!
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Warum es in jedem Alter eine gute Idee ist, mit dem Klavier zu beginnen

  • Als Kind
    Mit Klavierunterricht können Kinder schon sehr früh beginnen. Die logische Anordnung der Töne von tief zu hoch und die einfach Tonerzeugung wirken motivierend. Es gibt auch viel Anfängermaterial für Kinder. Studien belegen, dass Klavier spielende Kinder bei Konzentrationsfähigkeit und Motorik ihren Altersgenossen überlegen sind. Aber keine Sorge: Auch wenn man nicht im Alter von 3 oder 4 Jahren beginnt, kann man noch gut Klavier spielen lernen.
  • Als Teenager/ junger Erwachsener
    Viele Menschen beginnen in dieser Zeit mit dem Klavierspiel - oft lernen sie klassische und aktuelle Klavierliteratur bunt gemischt. Sie erfahren den positiven Effekt auf die Psyche - gerade auch in Hinblick auf das Selbstbewusstsein. Sich durch Musik auszudrücken hilft auch beim Durchstehen der Krisen des Erwachsenwerdens. In diesem Alter ist man schon selbst motiviert und durch das Klavierspiel wird auch der Musikgeschmack oft geprägt und erweitert.
  • Zwischen 30 und 50
    Zwischen Job und Familie auch noch Zeit fürs Klavierspielen finden? Ja, gerade dann! Je hektischer der Alltag, desto wichtiger ist Zeit für dich. Musik hilft beim aktiven Stressabbau. Das Klavier ist das ideale Instrument - jeden Tag eine Viertelstunde Üben reicht, und auf einem E-Piano übst du mit Kopfhörern, wenn z.B. die Kinder schlafen. Dein Vorteil: Du weißt, was du willst, und ziehst das durch. Du kennst deinen Musikgeschmack und schätzt zeitsparende digitale Lernangebote.
  • Ab 50
    Dein Berufs- und Familienleben entspannt sich. Du hast Zeit, endlich dein Traum-Instrument zu lernen! Gleichzeitig bist du unsicher, ob sich das “in deinem Alter” noch auszahlt. Sei versichert: Egal, wie alt du bist, es zahlt sich aus. Das Gehirn verliert niemals die Fähigkeit, dazuzulernen. Du lernst zwar langsamer, aber dafür stetiger. Gerade in den letzten Jahren steigt der Anteil an älteren Klavierlernenden stark an - und im privaten und Online-Bereich steigt das Angebot an Kursen.

Das Internet als Unterstützung beim Klavier spielen

  • Musiknote
    Digitale Noten
    Ab dem Teenageralter nützt du ganz selbstverständlich digitale Noten mit all ihren Vorteilen. Du entdeckst neue Musik auf dem Handy und bist es gewohnt, deine Notenbibliothek ständig dabeizuhaben. Lernende zwischen 30 und 50 schätzen, dass sie zeitsparend neue Stücke auswählen können. Ältere Klavierspieler wissen genau, welche Musik sie spielen wollen. Sie wählen gezielt in ihren Lieblingsgenres passende Noten aus!
  • Musiknote
    Tutorials
    Youtube, Plattformen und Blogs bieten eine Fülle an Lernmaterial und Inspiration. Von Gratis-Tutorials für absolute Anfänger bis zu digitalen Lernbüchern ist eine Vielfalt an Anleitungen zugänglich, von denen frühere Generationen nur träumen konnten. Wer “seine” Lieblings-Klaviervorbilder entdeckt und ihnen folgt, bleibt in jedem Alter dran. Gerade auch ältere Klavierspieler schätzen die Wissensquellen, die ihnen Tricks und Kniffe verraten.
  • Musiknote
    Kurse und Unterricht
    Unterricht durch einen Lehrer an einer öffentlichen Musikschule ist oft Kindern und jungen Erwachsenen vorbehalten. Für ältere Lernende wird Online-Unterricht immer wichtiger. Einerseits, weil sie Zeit sparen können. Andererseits, weil sie sich ein auf sie zugeschnittenes Angebot gönnen wollen. Unterricht im Wunschgenre gibt es vielleicht nicht in deiner Stadt, aber online findet sich sicher ein Lehrer. Vielleicht folgst du einem Pianisten, der weit weg lebt, bereits auf Youtube und gönnst dir einen Live-Kurs bei ihm. Oderdu willst nicht wöchentlich, sondern nur bei Bedarf ein Coaching. Alles ist möglich!

Alterstypische Fehler beim Klavier spielen - und wie du ihnen begegnest!

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    Teenager/Junge Erwachsene: Alles oder nichts

    • In jungen Jahren neigen wir zu extremen Gefühlen: Zwischen Ausrufen wie “ich werde Klavierstar!” und “ich habe keinen Bock, es hat alles keinen Sinn!” liegen manchmal nur Tage.
    • Oft hat man auch keine Lust mehr, sich von einem Lehrer sagen zu lassen, was man spielen soll.
    • Wer jetzt mit dem Klavierspiel aufhört, bereut es später oft. Verstehe, dass es beim Klavierspielen immer mühsame Phasen gibt, in denen man einfach durchhalten muss, aber auch tolle Phasen, in denen das Klavier wieder Spaß macht.
    • Vielleicht ist es aber auch Zeit, den Lehrer oder das Musikgenre zu wechseln?
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    30-50 Jahre: Zu wenig Zeit

    • Zwischen Familie und Karriere bleibt einfach viel zu wenig Zeit - und als Erstes wird das Klavier “auf morgen verschoben”.
    • Oft fühlt man sich zu müde zum Üben und hat das frustrierende Gefühl, auch in der Freizeit wird Leistung verlangt, obwohl man Erholung braucht.
    • Erstens eisern Zeit für dich reservieren - komme, was wolle. Das muss einfach drin sein und auch von der Familie akzeptiert werden! Auch, wenn es nur eine Viertelstunde pro Tag ist.
    • Zweitens den Fuß vom Gas nehmen und verstehen, dass bei dir die Freude am Klavier spielen im Vordergrund steht - gegebenenfalls einen verständnisvollen Lehrer suchen.
    • Drittens: gönne es dir, genau die Musik zu spielen, die dich happy macht und entspannt!
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    Über 50: Zu wenig Selbstvertrauen

    • Keine andere Altersgruppe fragt sich so intensiv, ob es überhaupt noch Sinn macht, Klavier zu spielen, oder ob man schon zu alt sei. Sprüche wie “was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nicht mehr” bestärken die Zweifel.
    • Aber natürlich ist längst erwiesen, dass man wunderbar in jedem Alter Klavier spielen kann und es sogar das Gehirn jung und fit hält.
    • Alle, die noch zweifeln, können sich auch die heutige Lebenserwartung vor Augen halten: Wer mit 60 beginnt, kann noch 20, 30 oder sogar 40 Jahre Klavier spielen. Na, da geht sich doch einiges aus!

Dynamik und Ausdruck trainieren - so klappt es!

  • Sogar im Namen des Klaviers ist bereits enthalten, dass es sich hervorragend für dynamisches Spiel eignet: “Pianoforte” - also übersetzt: “Leiselaut”. Und doch konzentrieren wir uns Im Alltag oft viel zu sehr darauf, die Stücke möglichst flink zu spielen. Kaum sind wir schnell unterwegs, haben wir den Eindruck, wir beherrschen das Stück. Aber das ist falsch. Nur wenn wir auch mit Dynamik und Ausdruck arbeiten, erwecken wir die Musik zum Leben.
  • Der erste Schritt ist, dass du dir die Stücke genau anhörst - wie schafft es der Interpret, Gefühle auszudrücken? Welche Phrasen spielt er lauter, welche leiser? Und wie akzentuiert er den Rhythmus? Nach der Analyse kommt die Arbeit: Wenn du das ausgewählte Stück technisch gut beherrscht, beginne damit, es LEISER zu spielen als bisher. Ja, du hast richtig gelesen: Leiser, nicht lauter.
  • Am Anfang kann leises Spielen durchaus schwierig sein, weil du die gleichmäßige Fingerspannung bewahren musst. Dann setze Akzente, phrasiere. Du wirst hören, wie das Musikstück zum Leben erwacht!

Häufige Fragen

  • Wie kann ich günstig Klavier spielen?
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    Du kannst von Anfang an Kosten sparen, indem du ein gutes gebrauchtes Instrument kaufst. Auch Unterricht kostet Geld. Überlege dir, wie oft du Unterricht nehmen willst. Gerade am Anfang lohnt sich die Investition in wöchentlichen Unterricht, um gleich die korrekte Haltung zu trainieren. Danach können gerade ältere Lernende auch gut im Selbststudium weitermachen, mit gelegentlichen Coachings. Auch bei digitalen Noten kannst du Geld sparen - eine Flatrate im Abo kommt häufig günstiger als Einzelkäufe.
  • Wie finde ich einen guten Klavierlehrer?
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    Ein guter Klavierlehrer stellt deinen Musikgeschmack und deine Ziele über seine! Er weiß, was du brauchst und lobt nicht immer nur, sondern korrigiert dich auch. Und: Du musst menschlich und musikalisch einfach mit ihm können. Bei einem mehr bemutternden Typen, der viel Anleitung gibt, sind kleine Pianisten gut aufgehoben. Teenager/junge Erwachsene wollen vielleicht einen “coolen Kerl” zum Vorbild nehmen. Ältere Erwachsene brauchen einen verständnisvollen, flexiblen Lehrer, der speziell auf ihre Bedürfnisse eingeht und sie am Klavier ermutigt.
  • Welcher Klavierunterricht passt für mich?
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    Werde dir zuerst klar darüber, wie viel Zeit du investieren willst. Sollen es “klassische” Klavierstunden in der Musikschule sein? Oder lieber eine Form von Online-Unterricht? Falls Letzteres - willst du einen Videokurs machen, oder individuellen Fernunterricht? Als erwachsener Anfänger wähle jedenfalls ein Angebot, das deinen Musikgeschmack berücksichtigt. Oft gibt es bereits entsprechende Klavierlehrer für Popular- oder Jazzmusik (sowohl online als auch mit Anwesenheit). Hilfreich ist es auch, Piano-Blogs zu lesen, die häufig das Online-Angebot an Klavierschulen und Lernplattformen analysieren.
  • Muss ich Noten lesen lernen?
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    Natürlich kannst du auch ohne Noten Klavier spielen, nach Gehör oder mit Akkordsymbolen. Das kann gerade für erwachsene Einsteiger sehr entspannend sein. Vielleicht singst du auch einfach gern und begleitest dich dabei am Klavier. Aber irgendwann wird es Zeit fürs Noten lesen. Irgendwann willst du etwas spielen, das komplexer ist! Anfangs erfordert es ein bisschen Mühe, um fließend Noten zu verstehen, aber wie beim Lesen von Büchern wirst du entdecken, wie praktisch es ist, Musik zu lesen und jederzeit spielen zu können, worauf du Lust hast!